Claus Eurich spricht in seinem Beitrag über das Böse als universales und umfassendes Phänomen, das seit jeher die Geschichte unserer Gattung durchdringt. Dabei steht die Annahme im Vordergrund, dass in der Reduktion der Frage nach Gut und Böse auf ein dualistisches Weltbild der menschliche Grundauftrag verloren geht, Welt und Kosmos als Ganzes zu sehen und zu verstehen.
Das Böse gehört zur unumstößlichen Wirklichkeit und kann nicht besiegt und eliminiert werden. Das Leben anerkennen heißt, die Existenz des Bösen anzuerkennen ohne es dabei zu bejahen.
Claus Eurich verdeutlicht, dass das Böse nicht ausschließlich der menschlichen Verantwortung zuzurechnen ist, sondern bereits im übermenschlichen Seinsbereich existiert. Es kann durchaus den tieferen Sinn für den Menschen haben, sich auf seine Überwindung hin zu entwickeln.

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Über das Böse – Prof. Dr. Claus Eurich
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